Lakritz Bonbons – Geschichte, Geschmack und Wirkung

Lakritz Bonbons – Geschichte, Geschmack und Wirkung

Lakritz polarisiert. Wer es mag, liebt es. Wer es nicht mag, versteht die Begeisterung nicht. Und doch: Kaum ein Lebensmittel hat eine so lange Geschichte zwischen Heilmittel, Kulturgut und Genuss. Am 12. April feiern Lakritzliebhaber weltweit den internationalen Lakritztag – ein guter Anlass, tiefer einzutauchen.


Woher kommt Lakritz?

Lakritz wird aus dem Extrakt der Süßholzwurzel gewonnen – einer Pflanze aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien. Schon im alten Ägypten wurde sie als Heilmittel eingesetzt – Spuren wurden sogar im Grab des Pharaos Tutanchamun gefunden.

Griechen nutzten Süßholz gegen Husten und Heiserkeit, Römer zur Stärkung von Magen und Leber. In der traditionellen chinesischen Medizin und im Ayurveda spielt die Wurzel bis heute eine Rolle. Der Wirkstoff dahinter: Glycyrrhizin – verantwortlich für die intensive Süße und viele der medizinischen Eigenschaften.


Wie entsteht ein Lakritz Bonbon?

Die getrocknete Süßholzwurzel wird zerkleinert, ausgekocht und eingedickt – bis ein zäher, dunkelbrauner Extrakt entsteht. Dieser wird mit Zucker, Bindemitteln und Aromen kombiniert. Je nach Rezeptur entstehen weiche Kaubonbons oder harte Lutschbonbons. Die salzigen Varianten – mit Ammoniumchlorid – sind besonders in Skandinavien und Norddeutschland beliebt.


Süßholz im Video

Der YouTube-Kanal „Heilpflanzen und Kräuter" erklärt die Wirkung von Süßholz ausführlich:


Was Lakritz kann – und was nicht

Glycyrrhizin wirkt schleimlösend, reizlindernd und entzündungshemmend – klassisch eingesetzt bei Husten, Heiserkeit und Magenbeschwerden. Moderne Studien weisen zusätzlich auf antimikrobielle Eigenschaften hin.

Wichtiger Hinweis: Große Mengen Lakritz können durch das Glycyrrhizin den Blutdruck erhöhen. Bei empfindlichen Personen oder Bluthochdruck: maßvoll genießen.


Lakritz in der Welt

  • Skandinavien und Niederlande – salzige Varianten, oft mit Salmiak, extrem beliebt
  • Island – Kombinationen mit Chili, Meersalz oder Lakritzbier
  • Italien – pur als kleine, intensive Pastille
  • Deutschland – besonders im Norden tief verwurzelt, Hochburgen in Hamburg und Schleswig-Holstein

Süßholz bei CARUSO

Süßholzwurzelextrakt ist eine der Kernzutaten in den CARUSO Hustenbonbons – nach Original-Rezeptur von 1877. Bei 142 °C wird er im Kupferkessel vollständig aufgelöst und gibt dem Bonbon seinen charakteristischen Geschmack. Kein Aroma-Zusatz, sondern echter Extrakt – möglich nur durch die handwerkliche Herstellung im Kessel.

Mehr zur Herstellung: [Unsere Geschichte]